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Fahrradtouren

 

 


Rad-Route Dortmund-Ems-Kanal

Diese Radroute ist offiziell im Jahr 1999 eröffnet worden und führt von Dortmund aus am Dortmund-Ems-Kanal entlang bis Emden und weiter bis nach Norddeich. Die Route hat eine Gesamtlänge von 340 km.

Dies ist von der Idee her eine sehr schöne Strecke, die sich insbesondere für einen Urlaub mit mehrtägigen Aufenthalt an der Nordsee anbietet. So sind wir diese Strecke auch in den Sommerferien 1999 mit großer Vorfreude angegangen.

Aber wie sieht die Tour in der Realität aus ?

Niemand möchte ja eine Radautobahn, aber von Regen ausgewaschene und von Fahrzeugen ausgefahrene Rinnen mögen für Mountainbiker interessant sein, für gepäckbeladene Tourenfahrer sind solche Wege schlichtweg unzumutbar. Auf einen der negativen Höhepunkte trafen wir etwa bei Kilometer 103, dort überquert die BAB A 1 den Kanal. Der "Radweg" führt an einem Feld entlang und besteht wieder mal aus zwei Treckerspuren. Der letzte Trecker muss dort allerdings vor Monaten entlanggefahren sein, denn der Weg war auf einem Abschnitt von ca. einem Kilometer weitestgehend zugewachsen. In der Karte fehlt allerdings der Hinweis darauf, dass in der Ausrüstung eine Machete nicht fehlen sollte.

Insgesamt ist bis Münster  noch alles in weitgehend in Ordnung. Karte und Wegweisung stimmen überein.

Anschließend wird es ganz schlimm !

Ohne jeden Hinweis standen wir mehrfach vor Großbaustellen am Kanal. Das keine alternativen Routenführungen ausgeschildert waren, passt ganz in den Gesamteindruck einer noch unfertigen Route. Als wenn dies noch nicht genug wäre weichen nun auch die Routenführung auf der Karte und die Wegweisung vor Ort häufig völlig voneinander ab. Häufige Pausen zum großem Rätselraten waren die Folge.

Hinter Rheine haben wir es dann endgültig aufgegeben, dieser Route zu folgen und haben stattdessen die B 70, die weitgehend  über Radwege verfügt, benutzt. So kamen wir wenigstens wieder zügig voran. Zwischenzeitliche Versuch wieder auf die eigentlich geplante Route zurückzukehren, haben wir meist schon nach wenigen Metern wieder abgebrochen. Ab Emden sind wir dann weiter an der B 210 entlang geradelt, da wir schon so weit hinter der ursprüngliche Zeitplanung zurück lagen, dass wir weitere Risiken nicht mehr eingehen wollten.

Fazit:

Von der Idee her müsste dies ein ganz tolle Strecke sein, vielleicht ist sie dies in 3 - 4 Jahren ja auch in der Wirklichkeit.

Updates:

    In den letzten Monaten (Oktober/November 2000) erreichten mich Berichte, dass in einzelnen Teilbereichen Verbesserungen zu erkennen sind. Da diese Berichte aber teils widersprüchlich waren, kann die Gesamtbeurteilung bisher leider nicht verändert werden.
     

    Charadius schrieb mir im Juli 2001:

    Hallo Rainer,

    stimme Deinem Bericht voll und ganz zu. Die Baustellen!! haben sich etwas verschoben. Das oft kilometerlange Verbundsteinpflaster weist durch Wurzelbildung Hügel und Täler auf, dass von einem Sitzen im Sattel keine Rede mehr ist.

    Achtung: Teilweise sind Hinweisschilder (von wem auch immer) in andere Richtungen verdreht worden.

     

    a.brado schrieb mir im Mai 2005
    Hallo Rainer,

    Da ich die Tour letzte Woche gefahren bin möchte ich Dir kurz den aktuellen Stand mitteilen. Wie Du schon 1999 vermutet hast hat es noch einige Jahre gedauert bis die Tour soweit fertig ist und von den Großbaustellen ist bis auf eine (irgendwo zwischen Münster und Rheine) nichts mehr zu sehen. Der Fahrbahnbelag ist auch durchgehend gut befahrbar. Hier muss ich allerdings anmerken das ich bei trockenem Wetter gefahren bin, bei Regen dürfte es eine ganz schöne Sauerei geben).
    Und selbst heute noch weicht die Route zum Teil von der Karte ab (meine Karte ist Stand 2003 3.Auflage)
    Die Ausschilderung ist aber weitgehend durchgängig und mit ein bischen Orientierungssinn findet man immer zum Kanal zurück den man in weiten Teilen auch beidseitig befahren kann.
    Ich bin allerdings erst in Münster gestartet und die Tour praktisch nur bis Papenburg der DEK Route gefolgt
    Danach war es für mich günstiger die Fehnroute bis Leer zu radeln und von da habe ich mich am Deich bis Emden orientiert.
    Allerdings soll die Strecke über Jemgum landschaftlich schöner sein (so die Aussage eines Ostfriesen an der Fähre in Pektum)
    Von da gings wieder auf die DEK Route über Hinte bis Marienhafe (mit ordentlich Gegenwind)
    Hier bin ich dann von der Route abgebogen und direkt Richtung Neßmersiel geradelt und dort dann der Störtebeckerroute entlang der Nordsee gefolgt.
    Da dort oben ja praktisch alles asphaltiert und gut ausgeschildert ist kann man eigentlich nichts mehr falsch machen.
    Fazit: Die "Radautobahn" aus dem Ruhrgebiet an die Nordsee ist realisiert. Ich fand es allerdings zeitweise ziemlich eintönig am Kanal. Erst ab Lingen wird´s für Radler abwechslungsreicher.

 

 
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